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Biographie

1874 Czernowitz - 1951 Wien

STUDIUM UND LEHRJAHRE

1874 in Czernowitz, der berühmten Hauptstadt der Bukowina geboren, übersiedelte Oskar Laske 1884 nach Wien, wo er bereits neben der Realschule Malunterricht erhielt. Von 1892 bis 1898 studierte er auf Wunsch des Vaters Architektur an der Technischen Hochschule in Wien und setzte seine Architekturausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Otto Wagner fort. Danach trat er in die väterliche Firma „Laske & Fiala“ ein. Sein bekanntestes Bauwerk, die Apotheke „Zum weißen Engel“ in der Wiener Innenstadt, wurde in den Jahren 1901/1902 ausgeführt. Während ausgedehnter Reisen – unter anderem nach England, Schottland und Italien – entstanden in diesen Jahren erste Bilder und Radierungen.

FRÜHWERK

1908 entschied sich der 34-jährige Architekt, dem als Mitglied des Hagenbundes bei Ausstellungen bereits große Anerkennung zuteilwurde, „hauptberuflich“ Maler zu werden. Während des Ersten Weltkrieges war Oskar Laske als Kriegsmaler in Rumänien, Russland und der Ukraine eingesetzt. Noch während des Krieges heiratete er im Jahr 1916 die Pianistin und Musikpädagogin Emilie Klein. Die Jungvermählten bezogen bald darauf ihre Wohnung in der Nisselgasse 1 in Wien-Penzing, wo sich auch das Atelier des Künstlers befand. 1924 wurde Oskar Laske Mitglied der Wiener Secession. Auch begann er Bühnenbilder und Kostüme zu entwerfen und veranstaltete in seiner Wohnung regelmäßig Theateraufführungen, Lesungen oder musikalische Darbietungen, die sich bald als „jour fixe“ etablierten.

GROSSE ERFOLGE UND "INNERE EMIGRATION"

In der Zwischenkriegszeit wurde der Maler mit dem Großen Preis der Stadt Wien sowie der Goldenen Staatsmedaille ausgezeichnet. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges lebte Oskar Laske in einer Art „inneren Emigration“ und hielt, soweit es ihm möglich war, den geistig-intellektuellen „Privatzirkel“ in seinem Haus aufrecht. In diesen späteren Jahren nahm auch seine intensive Reisetätigkeit ab und er konzentrierte sich fortan auf Ansichten aus Wien und seiner Umgebung. Drei Jahre nach dem Tod seiner Frau Emilie verstarb Oskar Laske 1951 im Alter von 77 und wurde im darauf folgenden Jahr in einer großen Gedächtnisausstellung in der Wiener Albertina und im Künstlerhaus umfassend geehrt.

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